Val di Non, Trentino: der Tovelsee, Urlaub im Nonstal in den Brenta-Dolomiten
 

Der Tovel-See



Der Tovelsee (1178 m) liegt im nördlichen Teil der Brentagruppe und ist eine wahre Perle des Adamello-Brenta-Naturparks sowie der größte Natursee des Tales.

Sein kristallklares Wasser besitzt eine unglaublich türkisblaue Farbe und in seiner Umgebung ist eine reiche Tierwelt anzutreffen.

Die Form des Sees – ein Bergsturz aus der Eiszeit bildet seine natürliche Talsperre – ist ungleichmäßig. Der See gehört zum Einzugsgebiet des Noce, einem der wichtigsten Zuflüsse der Etsch. Seine Wasserfläche beträgt 360.000 m² und seine tiefste Stelle misst 39 Meter.

Bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts färbte sich der See auf natürliche Weise rot. Einzigartig auf der Welt wegen der intensiven Rotfärbung und deren Ausdehnung. Seit 1964 hat sich dieses Phänomen allerdings nicht mehr wiederholt.

Der Name „Tovel” stammt von dem lateinischen Wort „tubus” ab, mit denen besonders steilabfallende Rinnen bezeichnet wurden, in denen die gefällten Baumstämme zu Tal befördert wurden.

Das Valle di Tovel erreicht man über die Landstraße Nr. 73 von Cles, und in Tuenno wird dann auf die Landstraße Nr. 14 abgebogen. Danach geht es den Wegweisern folgend 17 km weiter bis ins Tal, das eine Höhenlage von 600 m bis hinauf auf 2900 m – das sind die höchsten Gipfel – verzeichnet. Während der Sommerzeit besteht eine bequeme Shuttlebusverbindung zwischen Tuenno und dem See.

Das Tal ist ein toller Ausgangspunkt für eher schwierige Besteigungen in der Brentadolomiten-Gruppe (Passo Grostè 2442 m, Cima Flavona 2918 m, Cima Falkner 2990 m, usw.) oder für einfache Touren zu den Almen, die auf halber Berghöhe liegen. Ein wunderschöner Spaziergang ist der etwa 1-stündige Rundgang um den See.

Am Seeufer befindet sich auch das BESUCHERZENTRUM DES ADAMELLO-BRENTA-NATURPARKS, eingerichtet in Zusammenarbeit mit dem Tridentiner Museum für Naturwissenschaften. Das Besucherzentrum ist das „Haus des Parks“.

Es ist dem Braunbären gewidmet, dem Symboltier des Parks. Im Besucherzentrum sind Fotos, didaktische Texte und Illustrationen ausgestellt. Es gibt Film- und Klangvorführungen. Des Weiteren Düfte zum Schnuppern, naturgetreue Nachbildungen, interaktive Aktivitäten und Bücher.

Das Zentrum ist der erste Schritt, um sich dem Naturpark zu nähern.

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Die Rotfärbung des Tovel Sees

Bis vor einiger Zeit war man der Annahme, dass die Rotfärbung des Wassers vom Tovel See auf eine Alge, nämlich die Glenodinium sanguineum zurückzuführen sei. Diese Alge, die im Plasma ölhaltige Substanzen enthält, die durch Karotinpigmente gefärbt werden, hätte während der Sommermonate, sobald sie an die Wasseroberfläche drang, das Wasser des Sees rot erscheinen lassen.

Seit 1964 hat sich dieses Phänomen nicht mehr wiederholt. Vermutlich deshalb, weil es immer weniger Kühe auf den Almweiden gibt. Denn deren Stuhlentleerung diente diesen Algen als Hauptnahrung. Bei einer kürzlich durch das Landwirtschaftsinstitut von S. Michele all’Adige durchgeführten Studie wurde jedoch festgestellt, dass die Rotfärbung des Sees nicht der Alge „Glenodinium” zuzuschreiben sei, sondern anderen drei Algensorten: Der Tovellia sanguinea (einer „roten“ Art, aufgrund der mangelnden Ernährung nur in minimalen Mengen vertreten), der Baldinia anauniensis (einer „grünen“ Art, heute in großen Mengen vorhanden, daher auch die aktuelle kräftige Farbe des Sees) und einer dritten Alge, deren Identität derzeit noch in der Forschungsphase ist.

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